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Förderkonzept der Astrid - Lindgren - Schule

(beschlossen auf der Schulkonferenz vom 9.07.08)

 

Das neue Schulgesetz verpflichtet jede Schule, ein Förderkonzept als Teil des Schulprogrammes zu entwickeln und durch Beschlüsse aller Gremien verbindlich zu machen.

Das Förderkonzept enthält mehrere Komponenten, die in ihrem Zusammenspiel das primäre Ziel haben, die individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler zu stärken.

Vor dem Hintergrund des Erlasses zur Verlässlichen Grundschule steht im Vordergrund, die Grundversorgung aller Kinder zu sichern, und zwar möglichst zu 100 Prozent. Ergänzende Angebote wie z. B. Förderunterricht kommen bei freien Kapazitäten zum Einsatz.

An der Astrid – Lindgren – Schule werden die Schülerinnen und Schüler mit Lernschwierig- keiten bereits seit vielen Jahren gefördert und durch die verschiedensten Maßnahmen unterstützt und wieder zu stärkeren Leistungen geführt.

Die einzelnen Komponenten des Förderkonzeptes sind:

 

1. Lernpläne:

 

Nach dem Lernplanerlass vom 1.08.2003 ist für jede Schülerin und jeden Schüler mit besonderer Begabung oder mit Lernproblemen nach Beschluss der Klassenkonferenz ein Lernplan zu schreiben. Der Lernplan dient der zusätzlichen Unterstützung von Entschei- dungen zum schulischen Werdegang eines Kindes.

An der Astrid – Lindgren – Schule wurden die bereits vorhandenen Lernpläne für die Klassenstufen 3 und 4 überarbeitet, konkretisiert und praxisnaher gestaltet werden. Zudem sind auf der Basis der Tabellenzeugnisse für die Klassenstufen 1 und 2 auch Lernpläne für die erweiterte Eingangsphase entwickelt worden. Ein wichtiger Bestandteil spielt dabei auch die enge Zusammenarbeit mit den Eltern.

 

2. Förderstunden:

Besonders in den Klassenstufen 1 und 2 sollen Förderstunden zur Förderung von leistungs- schwachen Schülerinnen und Schülern eingesetzt werden. Das Konzept der Verlässlichen Grundschule erlaubt die pädagogisch sinnvolle Durchführung von Förderstunden in der 1. Unterrichtsstunde. Dabei soll nach Möglichkeit jede Klasse eine Deutsch – und eine Mathematik – Förderstunde erhalten. Zudem sollen die jeweils entsprechenden Förderstunden der einzelnen Klassenstufen parallel gesteckt sein, um auch im Vertretungsfall die Durchführung gewährleisten zu können.

Der Förderunterricht soll nach Möglichkeit von der jeweils im Fachunterricht eingesetzten Fachkraft erteilt werden, da diese am Besten um die Schwierigkeiten informiert ist.

Die Teilnahme am Förderunterricht soll flexibel gestaltet sein und einer ständigen Evaluation unterworfen sein. Dabei sind die Eltern stets über den jeweiligen Stand zu informieren.

Die Arbeit im Förderunterricht findet im Bezug zum erstellten Lernplan statt.

Die Förderstunden sollen durch eine neue Namensgebung  positiver besetzt werden.

In den Klassenstufen 3 bzw. 4 können Förderzeiten nur innerhalb des Klassenunterrichtes entstehen, indem man durch offene, selbstverantwortliche Lernmethoden Freiräume zur Förderung durch die Lehrkraft schafft.

3. Doppelbesetzungen:

Bei freien Kapazitäten kann eine zweite Lehrkraft als Doppelbesetzung im Unterricht fungieren. Dabei kann der Einsatz so flexibel gestaltet werden, dass die zweite Lehrkraft entweder als Verstärkung im Klassenverband mitarbeitet oder durch das „Herausziehen“ der entsprechenden Schülerinnen oder Schüler eine individuelle Förderung erzielen kann.

4. Lernprogramme / Computereinsatz:

Lernprogramme ob in Schriftform oder softwareunterstützt am Computer bieten eine Vielzahl von Vorteilen bei der individuellen Förderung von Schülerinnen und Schülern.

Nach ausgiebiger Testung konnten die Lehrkräfte der Astrid – Lindgren – Schule sehr gut einsetzbare Lernprogramme für alle Klassenstufen in den Fächern Mathematik, Deutsch und Englisch finden. Diese Programme werden sowohl in Förderstunden als auch im Klassenverband eingesetzt und bieten neben einem individuellen Einsatz den Vorteil der unmittelbaren Ergebniskontrolle.

 

 5. Methodenkonzept:

Durch ein ausgeglichenes Miteinander der verschiedenen Unterrichtsmethoden werden Freiräume im Unterricht geschaffen, die das individuelle Fördern des Einzelnen begünstigen.

Besonders durch geöffnete bzw. offene Unterrichtsformen ( Arbeitspläne, Lernstationen, Werkstattunterricht, Projektunterricht usw. ) schaffen Freiräume für die Lehrkraft und befähigen gleichzeitig die Schülerinnen und Schüler zu einem eigenverantwortlichen Handeln.

Auch können leistungsstarke Schülerinnen und Schüler als Schülerhelfer eingesetzt werden oder durch die Bildung von Lernteams zusätzliche Unterstützungsmöglichkeiten geschaffen werden.

Beim arbeitsintensiven Erstellen der Arbeitsmaterialien arbeiten die Lehrkräfte in Teams zusammen.

Für das jahrgangsübergreifende Arbeiten in der Eingangsphase erhält jeder Erstklässler einen Paten aus der zweiten Jahrgangsstufe.

 

6. Externe Hilfen / Kräfte:

In erster Linie sollen die Schulen zur Unterstützung externe Hilfe durch die Förderzentren erhalten (inhaltlich und personell). Die personelle Unterstützung wird je nach Bedarf eingesetzt, ist allerdings stark abhängig von den jeweiligen Zuteilungen.

Weitere Hilfen können durch den stetigen Kontakt mit anderen Institutionen wie ASD, AWO oder durch die Gewinnung von Sponsoren zur finanziellen Unterstützung von Projekten gewonnen werden.

Ein anderer Aspekt zur Förderung von Kindern ist die Unterstützung der Eltern durch die Bereitstellung von Informationen. So können durch Vorträge von Fachleuten ( zum Teil gesponsert vom Förderverein ) hilfreiche Inhalte weitergegeben werden.

 

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